Vorverlegung Jagdzeit Fuchs

Mit Dekret 13333/2017 des Landesrates wurde eine Vorverlegung der Jagdzeit für den Fuchs mit der Bedingung, dass die Fuchsbejagung in der vorverlegten Jagdzeit ausschließlich in der Form einer Auslesejagd zulässig ist, das heißt mittels Ansitz, ohne Einsatz von Hunden, sowie unter Ausschluss der Pirschjagd vom

01. August 2017 bis 11. Dezember 2017

verfügt.


Der Fuchs ist ein in Mitteleuropa verbreitet und häufig anzutreffender Beutegreifer, da er sehr anpassungsfähig ist und vielfach von den menschlichen Tätigkeiten profitiert. Zunehmend ist er auch Träger von Zoonosen, insbesondere des Fuchsbandwurmes. Die Notwendigkeit der Regulierung ergibt sich aufgrund des Wegfalls von natürlichen Regulationsfaktoren, insbesondere durch die Bekämpfung der Tollwut, ein wesentlicher Sterblichkeitsfaktor für Fuchspopulationen. Im Sinne der Zielsetzungen des Landesgesetzes „Bestimmungen über die Wildhege und die Jagdausübung“ wird eine wirksame Bejagung des Fuchses fachlich für notwendig erachtet. Aufgrund der Erfahrungen der letzten Jahre ist ein früher Jagdbeginn für eine effiziente Entnahme des Fuchses förderlich.

Für den Großteil der jagdbaren Arten endet die Jagdzeit am 15. Dezember. Ein früheres Ende der Jagdzeit auch für den Fuchs hat wildökologische Vorteile, weil das Wild in Gebirgsregionen bei Wintereinbruch keiner zusätzlichen Störung durch Jagdausübung mehr ausgesetzt werden muss. Die Bestimmungen von Artikel 4 Absatz 1 Buchstabe b) und Absatz 1-ter des L.G. vom 17. Juli 1987, Nr. 14 regeln die Jagdzeit des Fuchses.

Auf diese Rechtsgrundlagen, auf die in der Anfrage ans das ISPRA vom 10. Mai 2017 genannten Gründe sowie auf das positive Gutachten des ISPRA vom 16. Mai 2017 aufbauend wird vom Landesrat für Forstwirtschaft

verfügt

1) In der laufenden Jagdperiode ist die Jagdzeit für den Fuchs auf den Zeitraum vom 1. August bis 11. Dezember 2017 vorverlegt.

2) In der Zeit bis zum dritten Sonntag im September darf der Fuchs ausschließlich im Ansitz, selektiv und ohne Einsatz von Hunden bejagt werden.

3) Das für die Jagd zuständige Landesamt legt in Abstimmung mit dem Sanitätsbetrieb, dem Südtiroler Jagdverband und dem Tierseucheninstitut den Plan und die Modalitäten für die Untersuchung von erlegten Füchsen auf Krankheiten und insbesondere auf Fuchsbandwurm fest.